Die Riedlinger
Feuerwehr schenkt in diesem Jahr jedem Neugeborenen in
Riedlingen einen Rauchmelder. Zum heutigen Rauchmeldertag zieht
die Riedlinger Wehr Halbjahres-Bilanz: Insgesamt konnten 16
Babys in Riedlingen und Teilorten mit dem Geburtenpaket „Mit
Sicherheit ins Leben“ ausgestattet werden.Die Riedlinger
Feuerwehr feiert dieses Jahr 150-Jähriges. Anstatt sich selbst
zu beschenken, beschenken die Feuerwehrmänner Babys, die im
Jubiläumsjahr zur Welt kommen und in Riedlingen oder einem
Teilort wohnen. Die Eltern müssen sich nur bei der Feuerwehr
melden, um in den Genuss des Sicherheitspakets zu kommen. 48
Riedlinger Babys wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres
2010 geboren. „Ein Drittel der Eltern nimmt unser
Geburtstagsgeschenk in Anspruch“, zieht Stefan Kuc von der
Riedlinger Feuerwehr Bilanz. „Mit dem Geburtenpaket wollen wir
den Babys ein Stück Sicherheit schenken“, sagt der
Feuerwehrmann. Denn jährlich sterben in Deutschland knapp 600
Menschen bei Bränden. „Brände können die unterschiedlichsten
Ursachen haben“, sagt Kuc. Brennen können elektrische Geräte wie
Heizstrahler, Heizdecken oder Heizlüfter, vergessene Herdplatten
oder Kerzen. Auch ein technischer Defekt wie ein Kurzschluss
kann einen Brand auslösen. Dabei machten zwei Faktoren – Zeit
und Rauch – Brände so gefährlich. Die meisten Opfer sterben
nicht in den Flammen, sondern durch Rauchgase. Kohlenmonoxid und
giftige Brandgase lassen die Opfer ersticken. Dabei laufe die
Uhr gegen die Bewohner, sagt Kuc. Feuer breite sich mit
unglaublicher Geschwindigkeit aus und es verblieben nur wenige
Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen. Besonders nachts,
wenn die Menschen schlafen, wird die Zeit knapp. „Dabei wäre
Leben retten so einfach“, sagt Kuc. Die Installation von
Rauchmeldern bietet einen zuverlässigen Schutz. Sie nehmen die
Rauchentwicklung eines Feuers bereits im Anfangsstadium wahr und
warnen mit einem durchdringenden Signalton vor der drohenden
Gefahr. Dies ist vor allem im Schlaf von entscheidender
Bedeutung. Als Mindestschutz sollten in Wohnungen unbedingt im
Flur, in den Schlafräumen und in jedem Geschoss des Hauses
Rauchmelder installiert werden, empfiehlt die Feuerwehr. Laut
Umfrage der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische
Analyse (FORSA) von 2010 sind noch über zwei Drittel aller
deutschen Haushalte ohne Rauchwarnmelder, weitere sechs Prozent
haben ihn nicht installiert. Dabei ist die Installation von
Rauchmeldern in privatem Wohnraum inzwischen in neun
Bundesländern vorgeschrieben. Die Gesetze besagen, dass
Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, die als
Rettungswege dienen, installiert werden. Nicht so in
Baden-Württemberg. Hier bleibt jeder Einzelne für den
Brandschutz in den eigenen vier Wänden selbst verantwortlich.Bericht:
Schwäbische Zeitung