13.08.2010  -  Bundesweiter "Tag des Rauchmelders"

Die Riedlinger Feuerwehr schenkt in diesem Jahr jedem Neugeborenen in Riedlingen einen Rauchmelder. Zum heutigen Rauchmeldertag zieht die Riedlinger Wehr Halbjahres-Bilanz: Insgesamt konnten 16 Babys in Riedlingen und Teilorten mit dem Geburtenpaket „Mit Sicherheit ins Leben“ ausgestattet werden.Die Riedlinger Feuerwehr feiert dieses Jahr 150-Jähriges. Anstatt sich selbst zu beschenken, beschenken die Feuerwehrmänner Babys, die im Jubiläumsjahr zur Welt kommen und in Riedlingen oder einem Teilort wohnen. Die Eltern müssen sich nur bei der Feuerwehr melden, um in den Genuss des Sicherheitspakets zu kommen. 48 Riedlinger Babys wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 2010 geboren. „Ein Drittel der Eltern nimmt unser Geburtstagsgeschenk in Anspruch“, zieht Stefan Kuc von der Riedlinger Feuerwehr Bilanz. „Mit dem Geburtenpaket wollen wir den Babys ein Stück Sicherheit schenken“, sagt der Feuerwehrmann. Denn jährlich sterben in Deutschland knapp 600 Menschen bei Bränden. „Brände können die unterschiedlichsten Ursachen haben“, sagt Kuc. Brennen können elektrische Geräte wie Heizstrahler, Heizdecken oder Heizlüfter, vergessene Herdplatten oder Kerzen. Auch ein technischer Defekt wie ein Kurzschluss kann einen Brand auslösen. Dabei machten zwei Faktoren – Zeit und Rauch – Brände so gefährlich. Die meisten Opfer sterben nicht in den Flammen, sondern durch Rauchgase. Kohlenmonoxid und giftige Brandgase lassen die Opfer ersticken. Dabei laufe die Uhr gegen die Bewohner, sagt Kuc. Feuer breite sich mit unglaublicher Geschwindigkeit aus und es verblieben nur wenige Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen. Besonders nachts, wenn die Menschen schlafen, wird die Zeit knapp. „Dabei wäre Leben retten so einfach“, sagt Kuc. Die Installation von Rauchmeldern bietet einen zuverlässigen Schutz. Sie nehmen die Rauchentwicklung eines Feuers bereits im Anfangsstadium wahr und warnen mit einem durchdringenden Signalton vor der drohenden Gefahr. Dies ist vor allem im Schlaf von entscheidender Bedeutung. Als Mindestschutz sollten in Wohnungen unbedingt im Flur, in den Schlafräumen und in jedem Geschoss des Hauses Rauchmelder installiert werden, empfiehlt die Feuerwehr. Laut Umfrage der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse (FORSA) von 2010 sind noch über zwei Drittel aller deutschen Haushalte ohne Rauchwarnmelder, weitere sechs Prozent haben ihn nicht installiert. Dabei ist die Installation von Rauchmeldern in privatem Wohnraum inzwischen in neun Bundesländern vorgeschrieben. Die Gesetze besagen, dass Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, die als Rettungswege dienen, installiert werden. Nicht so in Baden-Württemberg. Hier bleibt jeder Einzelne für den Brandschutz in den eigenen vier Wänden selbst verantwortlich.Bericht: Schwäbische Zeitung

Der kleine Friedrich Ott wurde am 28. Mai geboren. Stefan Kuc von der Riedlinger Feuerwehr (rechts) überbrachte den Rauchmelder den Eltern Claudia und Ralf Ott und Friedrichs dreijährigem Bruder Claudius.

 

INFO zur Rauchmelderaktion